Die Buchhaltung in ihren Grundzügen

posted am: 6 November 2017

Die Buchhaltung hat nach § 239 (2) HGB die Aufgabe alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens laufend, lückenlos und sachlich geordnet zu erfassen und zu buchen. Die Buchungen sind Grundlage der Bilanzierung und des Jahresabschlusses. Unter dem Jahresabschluss wird die rechnerische Erfassung der finanziellen Lage des Unternehmens verstanden. Seine Teile sind die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Bilanz besteht aus den aktiven und passiven Bestandskonten; die Gewinn- und Verlustrechnung besteht aus den Erfolgskonten.  Innerhalb eines Unternehmens ist sie die organisatorische Einheit, die die notwendige Buchführung ausführt. Ein anderer Begriff ist das Rechnungswesen. Rechnungswesen ist ein weiter gefasster Name für die Abteilung, deren Aufgaben alle Aspekte der Buchführung betreffen. Die Finanzbuchhaltung, die Anlagenbuchhaltung und die Lohnbuchhaltung sind die zentralen Bestandteile des Rechnungswesens. Controlling, Innerbetriebliche Buchführung, Berichtswesen usw. ergänzen den Aufgabenbestand.   

Der Begriff Buchführung

Buchführung wird häufig als Name für das Buchhalten gebraucht. In der BWL wird der Name Buchführung für die Methodik und die Tätigkeit der Analyse und Dokumentation aller in einem Unternehmen anfallenden Geschäftsfälle gebraucht. Beispiele für Geschäftsfälle sind Lohnkosten, Einnahmen, Materialeinkäufe, Abschreibungen, Kredit und viele mehr.  

Teilbereiche  

Viele Unternehmen teilen ihre Buchhaltung auf.

Wichtige Teilbereiche sind:  

Die Finanzbuchhaltung bucht die Vorgänge, die zur Ermittlung der Bilanzbestände und der Veränderungen von Vermögen und Schulden nötig sind, die Vorgänge, die zur Gewinn- und Verlustrechnung führen und die Fälle, die als Selbstkosten geführt werden.  Im Weiteren dient die Finanzbuchhaltung als Informationsquelle für andere Abteilungen, für die Kreditgeber, Anteilseigner, Gesellschafter usw.  

Die Debitorenbuchhaltung erfasst die Forderungen des Unternehmens gegen die Kunden. Kauft ein Kunde ein Produkt oder eine Dienstleistung, ist die Rechnung oft nicht sofort fällig. Der Kunde kann später zahlen. Die Debitorenbuchhaltung bucht diese Fälle auf die Konten der jeweiligen Kunden.  Kauft das Unternehmen bei einem Lieferanten ein, wird dieser oft dem Unternehmen gewähren nicht sofort zahlen zu müssen. Diese Geschäftsfälle erfasst Kreditorenbuchhaltung.   

Alle gekauften Maschinen, Grundstücke, Häuser, Fahrzeuge, Betriebsausstattungen, Werkzeuge, Patente, Lizenzen und Konzessionen werden im Anlagevermögen zusammengefasst. Das geschieht deshalb, weil sie dem Unternehmen über einen langen Zeitraum dienen sollen. Erfasst werden die Geschäftsvorfälle Einkauf der Güter und die Abschreibung von der Anlagenbuchhaltung. 

Die Lohnbuchhaltung berechnet den Bruttolohn für den Mitarbeiter, die steuerlichen und sozialversicherungspflichtigen Abzüge auf den Bruttolohn und zahlt den Nettolohn aus. 

Die Kosten- und Leistungsrechnung erfasst die anfallenden Kosten je nach Unternehmensteil und verrechnet diese auf die Projekte.

Der Verbrauch an Material und die Bestandsveränderungen des Lagers werden durch die Lager- und Mengenbuchhaltung gebucht.  Energiebuchhaltung ist ein Begriff der vor allem im Management von städtischen Versorgungsbetrieben vorkommt. Eine Sonderform ist die Kameralistik. Sie wird von staatlichen Organisationen genutzt.  

Die Buchhaltungspflicht

Gesetzlich gilt, dass jedes Unternehmen, Kleinunternehmer oder Freiberufler eine Gewinnermittlung durchführen muss.  Zwei Verfahren kommen dabei zur Anwendung:  

1. Die Einnahme-Überschussrechnung:

Freiberufler, Gewerbetreibende mit kleinem Einkommen und Landwirte dürfen diese Form der Gewinnermittlung anwenden. Der Gewinn wird so ermittelt: Gewinn = Betriebseinnahmen minus Betriebsausgaben. Beachtet werden muss, dass nur die Ein- und Ausgaben erfasst werden, die im Abrechnungsjahr entstanden sind. Bestandsveränderungen werden nicht erfasst.

2. Die doppelte Buchführung

Die doppelte Buchführung wird von den Unternehmen gemacht, die dazu gesetzlich verpflichtet sind, weil sie mehr als 600.000 Euro im Jahr umsetzen. Alle Geschäftsvorfälle des Unternehmens müssen erfasst werden. Sie werden auf verschiedene Konten gebucht. Die Konten werden in Bestandkonten und Erfolgskonten unterteilt. Eine doppelte Buchführung erfolgt nach den Grundsätzen der ordnungsgemäßen Buchführung.  Die doppelte Buchführung eines Unternehmens wird über den Kontenplan organisiert. Der Kontenplan erfasst alle Konten, die das Unternehmen verwendet.

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